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OER Materialien für Schülerlabore

Auf dieser Seite werden Materialien von Schülerlaboren für Schülerlabore zum Download zur Verfügung gestellt. Den Anfang machen die prämierten Angebote des LeLa-Preises 2020.


Kurzfassungen der vorhandenen Materialien

Alle Lernenden – auch die mit Förderbedarf – sollten die Möglichkeit erhalten, in Lehr-Lern-Laboren (LLL) naturwissenschaftliche Phänomene zu erkunden. Die Notwendigkeit hierfür leitet sich nicht nur aus der Behindertenrechtskonvention ab. Auch Kinder mit Förderbedarf haben domänenspezifische Interessen, zum Beispiel für Naturwissenschaften.

Die Planung von chemischen Experimenten für maximal heterogene Schülerschaften ist für die meisten Lehrkräfte herausfordernd, da diese in der Regel entweder über chemische oder über sonderpädagogische Expertise verfügen – selten über beides. Im Rahmen von Chemie all-inclusive! wurde daher ein Kompendium von Methodenwerkzeugen für die Planung inklusiver Experimentier-Stationen entwickelt, welches Ansätze aus der Sonderpädagogik und den Naturwissenschafts-Didaktiken zusammenführt. Im Gegensatz zu den meisten bisher verfügbaren Ansätzen sieht die hier vorgestellte Methodik vor, dass a) ein Alltagsphänomen Leitlinie durch die Station ist, und nicht der fachliche Inhalt und b) eine Zielverschiedenheit ausdrücklich vorgesehen ist. Jede*r Lernende darf und soll einen individuellen Zugewinn an Fachlichkeit aus dem nach dieser Methodik gestalteten LLL mitnehmen.

Das Methoden-Kompendium hat sich vielfach bewährt und kann nachweislich für alle Personen, die inklusive experimentelle Settings pädagogisch gestalten wollen, hilfreich sein – also Lehrkräfte, die naturwissenschaftliche Inhalte in ihren Unterricht integrieren wollen ebenso, wie Lehramtsstudierende oder Universitäts-Dozent*innen, die Lehr-Lern-Labor-Stationen planen wollen.

[ Lehrstuhl für Pädagogik bei Geistiger Behinderung in Zusammenarbeit mit Didaktik der Chemie, Universität Würzburg ]

Im teutolab-biotechnologie wurde 2019 ein neuer fächerverbindender Kurstag mit dem Titel „Lactoseintoleranz verstehen und berechnen“ entwickelt und durchgeführt. Ziel dieses Angebotes ist, den Schülerinnen und Schülern lehrplanrelevante Stoffwechselvorgänge erlebbar und begreifbar zu machen.

Dabei werden Inhalte und Kompetenzen aus der Biologie und der Mathematik gefordert und gefördert. Der Kurstag behandelt den aktuellen, lebensnahen und bedeutsamen Kontext der Lactoseintoleranz. Während des gesamten Kurstages wird der Forschungsfrage „Wie lange brauchen die Enzyme im menschlichen Körper, um die Lactose aus einem Glas Milch abzubauen?“ nachgegangen. Im Fokus stehen dabei die photometrische Untersuchung der Aktivität des Enzyms β-Galactosidase in Abhängigkeit von der Substratkonzentration und die Auswertung der experimentell gewonnenen Daten. Der Kurstag ist gut in die Schule übertragbar, da wenige Materialien benötigt und alle Anleitungen hier zur Verfügung gestellt werden.

[ teutolab-biotechnologie, Universität Bielefeld ]



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